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Lichttechnik

Der Farbindikator auf dem Led-Prüfstand

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Der Farbindikator auf dem LED-Prüfstand

Auf den LED-Beleuchtungen befindet sich ein sechsstelliger photometrischer Code. Eine Ziffer steht für den Farbindikator. Erklärungen.

Was versteht man unter Farbwiedergabe?

In unserer Umgebung nehmen wir die Farben von Objekten dank der Lichtquelle, die sie beleuchtet, wahr. Denn sie vermitteln eine Farbwahrnehmung, weil sie farbige Strahlung absorbieren, diffundieren oder reflektieren.

Im natürlichen Zustand gehen diese Strahlungen von der Sonneneinstrahlung aus. Sie bilden das sichtbare Spektrum, das sog.Weißlicht. Ein grüner Stift erscheint grün, weil er alle Wellenlängen des Weißlichts absorbiert außer Grün, und nur dieses wiedergibt. Das bezeichnet man als Farbwiedergabe.

Um unsere Wahrnehmung nicht durch eine künstliche Lichtquelle zu verändern, müssen die Beleuchtungsfachleute die Qualität des Weißlichts ihrer Lichtlösungen gewährleisten. Aus diesem Grund hat die Internationale Beleuchtungskommission (CIE) ein Messverfahren in Form eines Farbindikators bzw. CRI definiert.

 

Der Farbindikator: eine lichttechnische Schlüsselgröße

In der Lichttechnik ermöglicht der CRI den Vergleich zwischen dem Farbindikator unter einer Testlampe und dem natürlichen Farbindikator. Er wird auf einer Skala von 0 bis 100 auf einer Farbpalette von 8 Farben (R1 bis R8) berechnet: Dabei entspricht 100 der CRI, der in der Lage ist, alle Farbnuancen wiederzugeben und 0 die Abwesenheit erkennbarer Farbe.

Wie wählt man einen guten CRI?
Alles ist eine Frage der Verwendung. Ein CRI von 20 ist ausreichend für die Beleuchtung eines Parkplatzes,während ein Index von 40 für einen Flur, von 80 für Wohnbereiche und von mehr für Präzisionsberufe wie die Medizin oder das Uhrmacherhandwerk erforderlich sind.

Der CRI darf nicht mit der Farbtemperatur verwechselt werden. Ebenfalls im photometrischen Code enthalten, definiert sie die allgemeine Weißschattierung: Kühle Farbschattierung über 6000K und warme bei 2700K. Durch Veränderung des phosphorisierenden Pulvers für die Warmweißschattierungen kann die Emission in kleineren Wellenlängen (orange-rot) erhöht werden, was häufig bessere CRIs gewährleistet, selbst wenn die Ausbeute etwas geringer ist (~10% Verlust auf 5 Punkte des CRI-Werts).

CRI un LED-Beleuchtung - eine Frage der Realität

Die Berechnung des CRI wurde in den 50-er Jahren standardisiert, um Leuchtstoffröhren und Glühlampen zu testen. Heute ist das Verfahren für die aktuelle LED-Technologie eher ungeeignet.

LEDs emittieren ein diskontinuierliches Spektrum, das den CRI-Wert gegenüber dem wahrgenommenen Eindruck positiv bzw. negativ verändert. Einige Lichtplaner fügen daher 7 weitere Referenzfarben (R9 bis R15) hinzu, während die Amerikaner des NIST (National Institute of Standards and Technology) eine Palette von weniger gesättigten Farben verwenden, die sog. Color Quality Scale (CQS).

Bei LEC entscheidet die Realität. Wir führen keine CRI-Tests durch, wählen aber die LEDs nach photometrischen Merkmalen aus, die den Anforderungen unserer Anlagen entsprechen. So haben wir außerdem die Möglichkeit, verbesserte IRCs im Rahmen von spezifischen Projekten anzubieten. Das ist der Schlüssel zu Effizienz und Nachhaltigkeit unserer Lichtlösungen seit 40 Jahren.

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