• Seitens der EU wird bestätigt, dass mit LED-Systemen keine gesundheitlichen Gefahren verbunden sind Keine gesundheitlichen Gefahren durch LED
Normen und Qualität

Seitens der EU wird bestätigt, dass mit LED-Systemen keine gesundheitlichen Gefahren verbunden sind

PDF herunterladen

Welche gesundheitlichen Gefahren sind mit LED-Systemen verbunden ? Im Bericht des wissenschaftlichen EU-Ausschusses SCHEER wird bestätigt, dass von LED-Beleuchtungen keine unmittelbaren gesundheitlichen Gefahren ausgehen. 

Der wisssenschaftliche EU-Ausschuss SCHEER (Scientific Committee on Health, Environmental and Emerging Risks) hat am 19. Juli 2017 seinen vorläufigen Bericht über gesundheitliche Risiken durch LED-Système veröffentlicht und eine öffentliche Befragung lanciert. Für Verbraucher, Lichtdesigner und Hersteller von LED-Beleuchtungssystemen erweisen sich die Ergebnisse dieser Konsultation als sehr beruhigend.

Es wurden keine unmittelbaren gesundheitlichen Risiken im Zusammenhang mit LED festgestellt

Die im SCHEER-Bericht analysierten Auswirkungen von LED-Systemen auf die Gesundheit beziehen sich insbesondere auf Risiken hinsichtlich der Entstehung von Krebserkrankungen, auf Störungen des circadianen Rhythmus (Schlaf-Wach-Rhythmus) und auf verschiedene Symptome, die auf das Flackern von mit LED beleuchteten Bildschirmen zurückzuführen sind (flickering).  

Nach Ansicht des EU-Ausschusses enthalten die vorhandenen Studien keine Nachweise für direkte Auswirkungen von LED-Systemene auf die menschliche Gesundheit, wenn es sich um eine normale Nutzung im täglichen Gebrauch handelt.  Auch wenn manche Studien an Zellen und in Tierversuchen negative Auswirkungen gezeigt haben, die besorgniserregend sein können, betreffen diese jedoch nur bestimmte Populationen und resultieren aus Ergebnissen, die unter besonderen Belastungsbedingungen festgestellt wurden und die :

  • mit reellen Bedingungen, denen Menschen ausgesetzt sein können, kaum in Korrelation gesetzt werden können ;
  • außerdem bei wesentlich größeren Beleuchtungsstärken als bei üblichen LED-Installationen in der Praxis erreicht wurden.    

Was die Frage der Schlafstörungen betrifft, die potentiell mit der LED- Hintergrundbeleuchtung von Bildschirmen in Verbindung gebracht werden, wird im Bericht von SCHEER aufgezeigt, dass es schwierig ist, einen ursächlichen Zusammenhang nachzuweisen. Es konnte nicht eindeutig festgestellt werden, ob diese Auswirkungen auf die LED-Leuchten selbst oder auf die mit der Nutzung des Geräts verbundene geistige Arbeit zurückzuführen ist.

Gesundheitliche Gefahren durch LED: Es gilt, weiterhin wachsam zu sein

Auch wenn die Erkenntnisse des wissenschaftlichen EU-Ausschusses SCHEER für den aktuellen LED-Markt beruhigend sind, geben sie doch Anlass dazu, weiterhin je nach Weiterentwicklung der Technologie eine gewisse Wachsamkeit aufrechtzuerhalten. Es wird im Bericht unterstrichen, dass es wichtig ist, die Gefahr einer langfristigen Ausweitung der negativen Auswirkungen von LED auf den allgemeinen Gesundheitszustand der Bevölkerung im Auge zu behalten.

Der wissenschaftliche EU-Ausschuss weist auch darauf hin, dass man mit drei speziellen Anwendungen der LED-Beleuchtung vorsichtig umgehen soll, und zwar :

  • Die pulsierenden LED-Lichtemissionen in Fahrzeugen, die Fahrer ablenken könnten ;
  • Kleinkinder sollen blauem Licht nicht ausgesetzt werden, da dadurch die Gefahr von Blendungen und Schädigungen der Netzhaut besteht ;
  • Die Nutzung von LED-Beleuchtung durch ältere Personen, bei denen dies zu unangenehmen Empfindungen und Schwierigkeiten beim Lesen am Bildschirm führen könnte.

Welche Auswirkungen hat dies auf die LED-Beleuchtungsindustrie ?

Die Hersteller von LED-Leuchten haben seit der Veröffentlichung des Berichtes von Juli 2017 die beruhigenden Erkenntnisse des wissenschaftlichen EU-Ausschusses SCHEER hinsichtlich der gesundheitlichen Risiken von LED mit Genugtuung zur Kenntnis genommen.

Nach Ansicht des Fachverbandes LightingEurope tragen diese Erkenntnisse konkret dazu bei, die Industrie bei ihrer Informationsarbeit gegenüber den Verbrauchern und bei der Entwicklung von qualitativ hochwertiger LED-Technologie zu unterstützen.

In Frankreich begrüßt das Comité Technique du Syndicat de l’éclairage (der technische Ausschuss des französischen Verbands der Beleuchtungshersteller) den Beitrag von Dr Jean-François Doré, renommierter Forschungsdirektor der Organisation Inserm (nationales Institut für Gesundheit und medizinische Forschung) und Koordinator für die Berichte zum Thema « Radiofrequenzen und Gesundheit » von Anses (französische Behörde für Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und Arbeitsschutz).

Was LEC betrifft, erwarten wir mit großem Interesse die Aktualisierung des letzten Anses-Berichts (2011) über die gesundheitlichen Auswirkungen von LED-Beleuchtungssystemen. Dieser Bericht unterstützt somit die Entwicklung von Lösungen für die gefahrlose Außenbeleuchtung unter Einhaltung aller Standards, aber auch die Umsetzung von best practice, was schädliche Lichtemissionen betrifft.


Genauere Informationen zu diesem Thema finden Sie im vollständigen Bericht von SCHEER (in englischer Sprache) sowie in der von LightingEurope veröffentlichten Pressemitteilung.

Sie interessieren sich für die Qualitätsnormen der LED-Industrie ? Melden Sie sich für unseren Newsletter an, mit dem Sie sich über alle Neuigkeiten dieses Wirtschaftszweiges informieren können.